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Prof. Dr. Thomas Bartolomaeus

 
 

Prof. Dr. Thomas Bartolomaeus 

Tel.: +49 228 73 63 69
Fax.: 
+49 228 73 51 29
e-mail:  
tbartolomaeus@evolution.uni-bonn.de


Curriculum vitae

Publikationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forschungsschwerpunkte

Evolution: Im Zentrum der Arbeit steht die Radiation der Bilateria. In einem kombinierten Ansatz zur Aufdeckung der verwandtschaftlichen Beziehungen innerhalb dieser Gruppe nutzen wir vergleichend-morphologische und sequenzanalytische Methoden. Die molekularen Arbeiten erfolgen seit 2000 in Zusammenarbeit mit Christoph Bleidorn und Lars Podsiadlowski. Mit Lars Vogt gehen wir das linguistische Problem der Morphologie an und entwickeln eine  resource descriptive framework (RDF)-Ontologie für die Metazoen. Die Stellung der Nemertea im System der Bilateria und die Evolution der Anneliden bilden aktuell Schwerpunkte meiner Arbeit. Zu den aktuellen Projekten gehören vergleichend-anatomische Untersuchungen von Nemertinen, die in Zusammenarbeit mit Jörn von Döhren zur Klärung ihrer Phylogenie beitragen sollen. Die Ultrastruktur der Chaetogenese und der larvalen Nieren bei Anneliden gehört zu einem weiteren Satz aktueller Projekte, die in Zusammenarbeit mit Björn Quast und Harald Hausen durchgeführt werden. Im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogrammes „Deep Metazoan Phylogeny“ analysierten wir zudem in Zusammenarbeit mit Markus Koch das Schicksal des embryonalen Coeloms und die Bildung der Nephridien bei Arthropoden.

Taxonomie: Die Identifikation von Nemertinen-Arten ist auf der Basis äußerer Merkmal kaum möglich, deshalb wird die histologische Organisation zur Bestimmung herangezogen. Weil diese Informationen kaum verfügbar und ihre Beschaffung oft nur über Vergleiche mit Museeumsmaterial möglich sind, bauen wir in einem Langzeitprojekt eine Datenbank zu den wichtigsten Nordeuropäischen Nemertinen auf. Diese enthält neben biologischen, ökologischen und molekulare Markersequenzen (COI, 18S, 28S, 16S) auch vollständige, hochauflösende digitale Schnittserien, die einen sehr schnellen Abgleich von Informationen erlauben. Die Daten werden im Rahmen von Bachelor-Arbeiten erhoben und sollen die Identifikation von Arten mittels molekularer und morphologischer Marker erleichtern. Der Aufbau der Datenbank unter Morph·D·Base erfolgt in Zusammenarbeit mit Jörn von Döhren und Peter Grobe (ZFMK Bonn).


Ultrastruktur und Phylogenie der Polychaeta: Polychaeten sind ein hochdiverses Taxon der Anneliden, dessen Verwandtschaftsbeziehungen nicht asreichend bekannt sind. Der Mehrzahl der bisherigen Analysen mangelt es an vergleichend-morphologischen Daten von möglichst vielen Teilgruppen polychaeter Anneliden. Seit 1996 bearbeiten wir hierzu die Ultrastruktur und Bildung von Borsten und larvalen Nephridien.

Borsten weisen innerhalb der Polychaeten trotz hoher Taxonspezifität eine große strukturelle Diversität auf, so dass ihnen eine wichtige Rolle in der Taxonomie zukommt. Die Borstenstruktur und Orientierung wird durch eine einzige Bildungszelle,den Chaetoblasten determiniert, dessen Mikrovilli-Muster sich im Laufe der Chaetogenese verändert. Borsten sind damit in der Zeit eingefrorene Veränderungen des oberflächlichen Mikrovilli-Musters von Borsten. Aufgrund der Taxonspezifität der Borsten ist anzunehmen, dass die Chaetogenese einer strengen Regulation unterliegt, um zu gewährleisten, dass sich Borsten bei Individiuen, Populationen und Arten identisch ausbilden. Daher sollte die Regulation der Chaetogenese so konserviert sein, dass sie innerhalb von Abstammungsgemeinschaften weitergegeben werden konnte. Eine identische Struktur und Bildung der Borsten sollte daher ein starkes phylogenetisches Signal darstellen, dass auf größere Abstammungsgemeinschaften hinweist. Die Arbeiten zur Chaetogenese erfolgen in Kooperation mit Harald Hausen und Ekin Tilic.

Larvale Protonephridien oder Kopfnieren sind die ersten Nierenorgane, die im Laufe der Ontogenese der Polychaeten differenziert werden und dann auf die Larvalphase beschränkt bleiben. Sie bestehen aus einer limitierten Anzahl von Zellen, zeigen aber eine hohe Variabilität zwischen einzelnen Gruppen. Bisher zeigt sich, dass eine übereinstimmende Ultrastruktur dieser Organe auf monophyletische Einheiten innerhalb der Anneliden hinweist. Darüber hinaus eignen sich Kopfnieren sehr gut für RDF Kodierungen. Diese Arbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit Björn Quast, Peter Grobe und Lars Vogt.

 

Lehre

Vorlesungen: Morphologie und Evolution der Tiere, Adaptive Radiation der Metazoa, Ökologie, Organismic Biology: Evolution, Biodiversity, Physiology

Übungen: Morphologie und Evolution der Tiere, Adaptive Radiation der Metazoa, Causes and Mechanisms of Evolution, Ökologie des Wattenmeeres (zweiwöchiges Freilandpraktikum in List/Sylt); Meeresbiologie (zweiwöchiges Freilandpraktikum in Concarneau (Bretagne, Frankreich)).

Seminare & Kolloquien: Evolutionsbiologisches Kolloquium

 

Editorische Tätigkeiten

Editorial Board Zoomorphology
 
 

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