Sie sind hier: Startseite Mitarbeiter Persönliche Seiten Sabrina Kuhl

S. Kuhl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Forschungsinteressen:

Meine Masterarbeit habe ich am Institut für Evolutionsbiologie und Ökologie unter der Betreuung von Dr. Patrick Beckers in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Bartolomaeus im Mai 2018 abgeschlossen. Ziel der Arbeit war es, die neuronalen Verbindungen von Antennen, Palpen und Augen mit dem Gehirn innerhalb einer Gruppe der Polychaeten – den Euniciden - vergleichend morphologisch zu untersuchen. Fasziniert von der außerordentlichen Diversität der Polychaeten, entschied ich mich dazu, weiter mit diesen großartigen Tieren zu arbeiten.

Bild1_Trochophora

Im Juli 2018 begann ich im Rahmen meiner Doktorarbeit die entwicklungsbiologische Dynamik von larvalen Cilienbändern unter der Betreuung von Dr. Jörn von Döhren und Prof. Dr. Thomas Bartolomaeus zu untersuchen. Fokussiert wird dabei der Prototroch in verschiedenen Taxa der Polychaeten – unter anderem im Modellorganismus Platynereis dumerilii. Der Prototroch ist das erste Organ, das sich in der den Polychaeten und Mollusken gemeinsamen Larve – der Trochophora – entwickelt. Genutzt wird der Prototroch von der pelagischen Larve primär zur Lokomotion, sekundär dient er auch der Nahrungsaufnahme. Vor allem aus phylogenetischer Sicht ist der Prototroch von Interesse – so begründet sich das Taxon Trochozoa (Polychaeta + Mollusca + vermutlich Nemertea und Entoprocta) auf der gemeinsamen Trochophora Larve, zu deren namensgebendem Charakteristikum der Prototroch zählt. Trotz dieser Tatsache ist die Entwicklung des Prototrochs in nur wenigen Spezies bekannt und das Schicksal des Prototrochs ist nahezu unerforscht. Vergleicht man die Menge der Zellen, die den Prototroch bilden, in der Larvalentwicklung verschiedener Spezies, so zeigen sich enorme Unterschiede in der Zellzahl. Diese Unterschiede stehen im Kontrast zu der stereotyp-verlaufenden Zelllinie der Prototrochzellen und sind Forschungsbestandteil meiner Doktorarbeit. Methoden, die zur Erforschung der Prototrochzellzahlen eingesetzt werden, umfassen eine Vielzahl verschiedener morphologischer Ansätze (Fluoreszenzmikroskopie und tracing von gelabelten Prototrochzellen in vivo; Immunhistochemie und cLSM; Elektronenmikroskopie und Histologie).

 

Methoden:

  •   cLSM and Immunhistochemie (Vibratomschnitte und whole-mounts)

  •   Transmissionselektronenmikroskopie (TEM)

  •   Rasterelektronenmikroskopie (REM)

  •   klassische Paraffinhistologie (Schnittserien gefärbt in Azan;   Silberimprägnierung)

  •   serielle Semidünnschnitte

  •   3D-Rekonstruktionen

  •   DNA-Extratraktion, PCR, Gelelektrophorese

 

bild2

 

Lehre:

BP02 Morphologie und Evolution der Tiere

BP15 Zoologische Bestimmungsübungen

 

Masterarbeit:

Kuhl, S. (2018). Comparative neuroanatomy of Eunicida (Polychaeta) & phylogenetic implications: Amount of prostomial appendages does not influence brain complexity. Master’s thesis, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Germany.

Bachelorarbeit:

Kuhl, S. (2014). Nachbeschreibung, Barcoding und Populationsstruktur von Ramphogordius sanguineus (Rathke, 1799) (Heteronemertea, Nemertea). Bachelor’s thesis, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Germany.

 

 

Artikelaktionen