Closed-Loop-Stripping- Technik (CLSA) |
|
Zur Untersuchung von flüchtigen Spurenkomponenten eignet sich das auf Grob und Zürcher zurückgehende "Closed-loop"-Prinzip [1]. Das hier gezeigte modifizierte Verfahren ermöglicht es, den Metabolismus lebender Systeme, wie Pflanzen und Insekten, zu verfolgen [2]. Die von dem Untersuchungsobjekt an die Gasphase abgegebenen flüchtigen Verbindungen werden in einem geschlossenen Luftkreislauf durch einen Aktivkohlefilter geleitet und dort absorbiert. Anschließend werden mit organischen Lösungsmitteln wie Methylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff oder Methanol diese eluiert und das Eluat direkt mittels GC/MS analysiert [3]. Die Vorteile dieser Methode sind die hohe Flexibilität, die geringe Störanfälligkeit und der bis zu hunderttausendfache Anreicherungsfaktor niederkonzentrierter Spurenkomponenten. Als Nachteile sind zum einen die lange Messdauer von bis zu 24 Stunden und die systematisch bedingte Verwendung von Lösungsmitteln zu nennen. |
| Methodik: Nach einer 24 stündigen Anreicherungsphase werden die an den Aktivkohlefilter absorbierten Verbindungen mit 2 x 15µl Methylenchlorid desorbiert und das Eluat ohne weitere Aufarbeitung mittels GC/MS untersucht. |
| Pumpen: Vakuumpumpe DC12/08NK Art.-Nr. 15510 Erich Fürgut Ahornstraße 10 D - 88317 Aichstetten Tel: +49 7565 91133 Fax: +49 7565 91134 |
| Filter: Länge 6cm I.D. 0.5cm Aktivkohlemenge 1.5mg CLSA-Filter CH - 8505 Winterthur Schweiz |
Literatur: |
| [1] K. Grob, F. Zürcher, J. Chromatogr. 117, 285-294 (1976) |
| [2] W. Boland, P. Ney, L. Jaenike, L. Gassmann: A "closed-loop-stripping" - technique as a versatile tool for metabolic studies of volatiles. In P. Schreier (Hrsg.): Analysis of volatiles. Walter de Gruyer & Co., Berlin, New York 1984, 371-380 |
| [3] J. Donath, W. Boland, Phytochem. 39, 785-790 (1995) |